Rieseninteresse: Huber-Häuser zu einem Ort des Miteinanders machen

Der Saal im Dießener „Unterbräu“ war am frühen Sonntagnachmittag stickig übervoll, das riesige Interesse greifbar. Der sich gründende Verein „Kulturwerkstatt Ideen für Dießen“ hatte eingeladen, sich und sein Vorgehen vorzustellen, wie die stadtbildprägenden, denkmalgeschützten Huber-Häuser, die die Marktgemeinde vor verronnenen Jahren geerbt hat, bürgerbeteiligt als Ort eines lebendigen Miteinanders wiederbelebt werden könnten.

In Dießen will sich ein neuer Verein mit dem Titel „Kulturwerkstatt Ideen für Dießen“ gründen, um die Huber-Häuser in der Johannisstraße, die einst die Graphische Kunstanstalt beherbergten, wiederzubeleben und für alle in Dießen attraktiv zu machen.

Als grandiosen Impulsgeber konnten die Gastgeberinnen den Heimatentwickler Christian Skrodzki gewinnen. Er hat reiche Erfahrungen mit erfolgreichen Transformationsprojekten vorzuweisen. Dazu gehören die Allgäuer Genussmanufaktur in Urlau bei Leutkirch und der Leutkircher Bürgerbahnhof: von der Herausforderung und dem Volumen her durchaus mit der einstigen Graphische Kunstanstalt in der Dießener Johannisstraße vergleichbare Projekte. Christian Skrodzki und Denkerhaus-Vorstand Hans-Peter Sander, Leiter Landesbüro Bayern der CoWorkLand e.G., haben sich 2021/2022 im Rahmen der „Masterclass Hoftransformation“ der Allgäu GmbH kennen- und schätzen gelernt.

Skrodzki hatte die Huber-Häuser zuvor besichtigt und bekannte sich, dem Charme und der unglaublichen Chance dieses Vorhabens verfallen zu sein. Er stellte eine Reihe beispielhafter Projekte vor und benannte aus seinem Erfahrungsschatz gewonnene Erfolgshebel; wie die Schaffung einer breiten, bunten Allianz mit Akteuren unterschiedlichster Couleur.

Einen zweiten Impuls gab eine Gruppe von Architekturstudentinnen der TU und HS München mit ihren anregenden Erkenntnissen aus einem Projekt, Leerstand in Wolnzach wachzuküssen.

Zum Abschluss der von der Dießener Bau-Ingenieurin Anni Sander souverän moderierten Veranstaltung gab es eine Podiumsrunde. Hier tat auch der Liegenschaftsreferent des Gemeinderats, Metzgermeister und Hotelier Johann Rieß, mit. Wohltuend konstruktive Fragen des Publikums wurden sachlich knackig beantwortet.

Übrigens wiederholten die Initiatorinnen dieser höchst informativen wie motivierenden Sonntagnachmittagsrunde mehrfach ihre Einladung, Nutzungsideen und Tatkraft in das spannende Mammutprojekt Huber-Häuser einzubringen. @Leute, macht mit!! Ende März wird der sich gründende Verein bei der Gemeinde sein Nutzungskonzept für die Huber-Häuser abgeben. Viel Erfolg!