Es geht wieder los! – InnovationsArchipel Ammersee
Der Ratstisch war rundherum voll besetzt; an einem Mittwochabend; allerdings mit überwiegend ganz anderen Gesichtern. Wo sonst die Dießener Marktgemeinderäte beraten, saßen gestern Abend exakt auch 24 Personen: Interessierte am „Innovationsarchipel Ammersee“ mit den Initiatoren des Projekts zusammen.
Ein Initiator ist die Marktgemeinde; gestern vertreten von der 1. Bürgermeisterin Sandra Perzul (trotz heftiger Erkältung dabei: Respekt!), dem 2. Bürgermeister Roland Kratzer und den beiden Gemeinderäten Dr. Ernst Roeckl und Marc Schlüpmann, der auch als einer der Vorstände unser Ammersee Denkerhaus repräsentierte. Ein zweiter Initiator ist das Strascheg Center for Entrepreneurship, dessen Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Sailer ebenso souverän informierte, wie Miriam Quinn, die Projektmanagerin aus Dießen. Und der Dritte im Anstifterbunde ist unser Ammersee Denkerhaus, das auch diesmal wieder unter Beweis stellt, dass #RuralCoworking Spaces eine wichtige Rolle im Innovations-, Gründungsgeschehen auf dem Lande spielen. Tatkräftige Unterstützung gibt es außerdem durch die LAG Ammersee (LEADER-Förderprogramm), die mit ihren Managern und einem Vorstandsmitglied präsent waren, und durch den BdS/DGV, dessen Bezirksgeschäftsführer Oberbayern West, Uwe Jennerwein, in der Vorbereitung mitgetan hatte und ebenfalls zu Gast war.
Im Projekt InnovationsArchipel Ammersee geht es um die Entwicklung eines regionalen Ecosystems, indem gemeinschaftliche Innovation und nachhaltiges Unternehmertum gefördert werden. Strategische Schwerpunkte sind bei uns: Mobilität & Regionalität inkl. Schiff-/Bootsbau; Verbindung von Handwerk, Kunst und Unternehmergeist; innovative Landwirtschaft und Tourismus; soziale Innovationen (!); Digitales und Nachhaltigkeit. Herauskommen soll nicht weniger, als eine „aktive Gründungskultur“ und „mehr innovative Arbeitsplätze“. Die Vernetzung und Kooperation vor allem von neuen und gestandenen Unternehmen soll für wirtschaftlichen Erfolg sorgen, den Kommunen zu erhöhter Attraktivität bis hin zu höheren Steuereinnahmen verhelfen.
Jetzt ist im Projekt eine ambitionierte, aber leider auch eng terminierte Testphase gestartet. Binnen fünf Monaten sollen eine Grundstruktur des InnovationsArchipels Ammersee etabliert und die Bereitschaft von Unternehmen und potenziellen Investoren zu einem langfristigen Engagement getestet werden. In dieser Sprint-Phase gilt es, rasch regionale Initiativen und BürgerInnen in den Ideenfindungsprozess einzubinden und sogar erste Pilotprojekte zu starten.
Meilenstein wird am 18. April der Denkerhaus Hackathon „Regional und smart gelöst“ sein. Bevor dafür am 2. März eine öffentliche Ausschreibung erfolgt und ein „Bewerbungsverfahren“ beginnt, dann bereits am 10. März in einem „Match & Meet“ Hackathon-Teams gebildet werden können und nach Bewerbungsschluss vom 20. März eine Jury die besten, passenden Teams auswählt, wurde gestern erstmals sondiert. Welche Themen könnte der Hackathon behandeln? Es wurde spät mit der Ratstischrunde, und so fand der Austausch seine „informelle“ Fortsetzung und seinen erfrischenden Abschluss im CraftBräu. Man kann gespannt sein, welche Punkte es ins Finale schaffen werden. (Schön neugierig bleiben!)
Übrigens: Das neue Vorhaben baut auf den Erfahrungen des 2018 von uns mit starken Partnern realisierten Innovationsforum BIGHub (B ildung, I nnovation, G ründung) auf. Zur Erinnerung hier der Film (klicken!) vom unvergesslichen Abschlussevent:

