Von Dießen nach Dresden
Vergangenen Mittwoch war Denkerhaus-Mitgründer und -Vorstand, Hannes Sander, Referent auf dem 8. Dresdner Immobiliensymposium „Immobilien neu denken – Quo Vadis, Stadt und Land?“. Sein Vortragsthema: „Dezentralisierung von Arbeitswelten: Coworking-Spaces im ländlichen Raum“. Beim Veranstalter hieß es im Nachgang, Sander habe bewiesen, dass „New Work keine Erfindung für Berliner Hipster ist. Coworking auf dem Land – im alten Bahnhof oder der Dorfkneipe – bringt Leben zurück in die Ortskerne“.

Seinem Überblick über die #RuralCoworking-Szene und zu Projekten der CoWorkLand-Genossenschaft in Bayern ließ Sander Einblicke in aktuelle Trends folgen. Dabei plädierte er – auch mit vielen Hinweisen aus der Entwicklungsgeschichte des Ammersee Denkerhauses – für ein Zusammenwirken von Immobilienwirtschaft/-eigentümerInnen, Kommunen, ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sowie Coworking-Betreibenden zur Entwicklung von MehrWertOrten. Dass in derartigen Projekten Coworking-Angebote eine zentrale Rolle spielen, erklärte er mit dem Gleichnis vom „künstlichen Riff“; an dem sich verschiedene Lebensformen ansiedeln und in neuen Gemeinschaften gut leben.
Am Schluss eines inspirierenden Tages mit einem hochkarätigen, vielfältigen Programm hieß es bei den Organisatoren: „Statt Katerstimmung gab es konkrete Visionen – von der großen Politik bis zum Pioniergeist auf dem Dorf“. Beeindruckt habe die Vielfalt der Perspektiven, „die am Ende doch alle in eine ähnliche Richtung zeigten: Wir müssen Silos aufbrechen und Immobilien neu denken.“ Und weiter: „Unser Fazit: Ob Metropole oder Mittelzentrum – die Zutaten für Erfolg sind ähnlich: Mut zur Mischnutzung, Fokus auf Menschen statt Quadratmeter und die Bereitschaft, einfach mal zu machen.“
Ein Credo, das auch für die Ammersee-Region gilt.
